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Theaterprojekt von AWO und Jugendwerk in Strausberg

17.08.2011 Zu echten Aktionskünstlern sind sieben Kinder auf dem AWO-Gut Kemlitz geworden. In einem Jugendcamp lernten die Kinder, was einen guten Schauspieler ausmacht.

Das Ergebnis ihres einwöchigen Theaterprojekts stellten sie am Donnerstag auf dem Luckauer Marktplatz vor. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Strausberg hatte das Camp organisiert.

„Nicht hören, nicht reden und nichts sehen? Das gibt es nicht bei uns“, sagt Theaterleiterin Inka. Unter dieser Überschrift sollten sich die Nachwuchskünstler im Alter von zwölf bis 17 Jahren ein Thema aussuchen. „Fast jeder wurde schon einmal gemobbt“, erklärt Josi Schöneberg die Idee zu dem Stück. Viel habe die Zwölfjährige in der Ferienwoche über das Theaterspiel gelernt. „Es war schon ziemlich ruhig in dem Dorf, aber auch sehr erholsam“, so die Münchenerin.

Mit Improvisationstheater, Clownerie und Maskenspielen haben sich die Kinder unter anderem in den Workshops beschäftigt, um alle Sinne für das Schauspiel zu schulen, sagt Inka Lange. „Sie sollten dabei lernen, dass jeder Jugendliche eine Stimme hat“, ergänzt die Theaterchefin. Auch junge Menschen sollten ihre Meinung äußern und eingreifen dürfen.

Was die Kinder mit dem Stück ausdrücken wollen, wird kurz darauf bei der Premiere auf dem Luckauer Marktplatz deutlich. „Schlag mich nicht!“, ruft das Mobbingopfer am Boden liegend um Hilfe. Sie ist umzingelt von ihren Mitakteuren.

Gerade noch unschuldig im Kinderzimmer treten die unter Masken versteckten Mädchen plötzlich aggressiv in das Schauspiel ein. „So schnell kann es gehen. Da ist es dann wichtig, schnell einzugreifen“, erklärt Marktbesucherin Melanie Peters die Botschaft.

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 13.08.2011